Das Erdbeben, welches den Nordosten Japans am 11. März 2011 verwüstete, erschütterte wortwörtlich die Welt. In Form von Geld- und Sachspenden ergriff Panasonic die Initiative, um den Menschen in der Krisenregion schnellstmöglich zu helfen. So sammelten wir allein bei einer unternehmenseigenen Aktion rund 3,56 Millionen Euro Spendengelder.
Unmittelbar nach dem Erdbeben errichtete Panasonic ein Notfallzentrum. Dort erfassten wir, ob und in wieweit Menschen in unserem Umfeld – seien es Mitarbeiter, Angehörige, Lieferanten oder Händler – sowie unsere Einrichtungen von den Auswirkungen des Erdbebens betroffen waren. Einige Mitarbeiter erlitten leichte Verletzungen und die Produktion einiger Fabriken musste vorübergehend eingestellt werden. Doch alles in allem hatten wir Glück im Unglück. Umso wichtiger war für uns, schnellstmöglich denjenigen zu helfen, die es deutlich schlimmer traf.
Zunächst veranlassten wir eine Sofortspende in Höhe von 2,67 Millionen Euro. Zudem sammelten die Mitarbeiter der Panasonic Gruppe sowie deren Tochtergesellschaften und Gewerkschaft weltweit weitere 3,56 Millionen Euro. Insgesamt stellten wir für die Erdbebenopfer und den Wiederaufbau der Region also 6,2 Millionen Euro zur Verfügung. Auch Sachspenden wurden dringend benötigt – beispielsweise, um die Kommunikation wiederherzustellen. Als erste Hilfe schickten wir deshalb 10.000 Radiogeräte, 50.000 Taschenlampen, 500.000 Batterien, 125 Fernsehgeräte sowie 4.000 solarbetriebene LED-Lampen in die betroffene Region. Darüber hinaus unterstützten wir vor Ort unsere Partner aus dem Einzelhandel in Form von ‘Survival-Kits’ mit tragbaren Gaskochern, Decken, Wasserkanistern sowie einem Reparaturdienst für beschädigte Panasonic Produkte.
Ende März spendete Panasonic ferner einen ‘Life Innovation Container’: Ein komplettes Paket unserer umfassenden Lösungen, mit denen sich Strom erzeugen, speichern und sparen lassen – kompakt verpackt in einen 6 Meter großen Container. Er wird problemlos per Schiff, Zug oder Lkw transportiert und ist eigens konzipiert, um Menschen in Katastrophengebieten sowie Regionen ohne elektrische Infrastruktur schnell und effizient mit Energie zu versorgen. Ausgestattet mit 18 HIT Solarzellen, 48 Akkumulatoren sowie einem Inverter (wandelt Gleichstrom in Wechselstrom) stellt er eine Kapazität von 6,7 KWh bereit. Sind die Batterien voll geladen, offerieren sie drei Tage lang eine unabhängige Stromversorgung.
Für besagte Spende hatten wir uns auf Anfrage der Präfektur Miyagi entschieden, die unter den Folgen des Erdbebens besonders leidet. Zu ihr gehört die Stadt Minami-Sanrikucho, welche der Tsunami fast komplett zerstörte. Hier liefert der Container Elektrizität für Telekommunikation und Computer im Hauptquartier des Krisenstabs. Neben den Hilfskräften im Quartier kommt der Strom bei Bedarf auch den Flüchtlingen zu Gute, die – ebenso wie der Krisenstab – in der Sporthalle der Stadt unterbracht sind.
Das Erdbeben zeigt auf drastische Weise, wie wichtig der Aufbau einer umweltfreundlichen Gesellschaft ist, um die Auswirkungen natürlicher und menschengemachter Katastrophen so niedrig wie möglich zu halten. Panasonics ausgewiesenes Ziel ist, ein grünes, innovatives Unternehmen zu sein, welches zu einer sicheren, nachhaltigen Gemeinschaft wesentlich beiträgt. Darauf richten wir all unsere Anstrengungen aus.