Prinzipbedingt ist der Autofokus genauer, wenn er die Schärfe über den maximalen Kontrast direkt auf dem Sensor bestimmt. Da der Bildsensor auch als Autofokus- Sensor dient, können sich keine Fehler einschleichen – anders bei Phasendetektionssystemen, die mit einem separaten AF-Sensor arbeiten.
Dort kann es durch mechanische Toleranzen zu Ungenauigkeiten kommen. Diese sind umso kritischer, je lichtstärker ein Objektiv ist. Da die Schärfentiefe dann geringer wird, fällt Unschärfe schneller auf. Während der Kontrast-AF bei Blende F/1,4 eine Trefferquote von 90% erzielt, kommt der Phasendetektions-AF nur auf zirka 60%.
Dank der Reaktionsgeschwindigkeit ihres Sensors und Bildprozessors bietet die Lumix G3 das aktuell schnellste AF-System mit einer Fokussierzeit von nur 0,1 Sek.*. Möglich wird dies durch eine von 60 auf 120 B/s verdoppelte Auslesefrequenz des Sensorbildes. Mit dieser kurzen AF-Zeit übertrifft die LUMIX G3 selbst High-End-SLRs mit Phasendetektionssystem.
* 0,1 s mit LUMIX G Vario HD 4,0-5,8/14-140mm ASPH. Von 2 m bis ∞ bei Weitwinkel/Juni 2011
Das aktive AF-Messfeld kann bei Bedarf frei an irgendeiner Stelle im gesamten Bildfeld positioniert werden, ganz wie es das Motiv erfordert. Die Beschränkung auf einen zentralen Bereich wie bei ältern Modellen entfällt, was besonders bei Videoaufnahmen oder Aufnahmen vom Stativ wichtig sein kann. Das ist nur mit einem Kontrast-AF-System möglich. Phasendetektionssysteme sind bei der Auswahl auf eine mehr oder weniger große Zahl fest positionierter separater Sensoren beschränkt.
Die Scharfstellung der LUMIX G3 kann automatisch oder rein manuell erfolgen. Auch im AF-Modus ist eine manuelle Feinfokussierung möglich. In beiden Fällen erleichtert eine verschiebbare Touchscreen- Fokuslupe mit 4x vergrößertem Bildausschnitt (Bild-in-Bild) die präzise Fokussierung.
Mit dieser Funktion kann der AF-Zielpunkt genauestens definiert werden, z. B. nicht nur auf ein Auge, sondern sogar auf eine Pupille. Das kann nur ein Kontrast-AF-System (neu bei LUMIX G3).
Wenn diese Funktion aktiviert ist, folgt der Autofokus einem angetippten Motivdetails auf seinem Weg durch die Szene (wie im Bildbeispiel etwa einem Ball). Das ist besonders bei Videoaufnahmen von Vorteil.