Der elektronische Sucher der LUMIX G3 und GH2 zeichnet sich durch Eigenschaften aus, die sonst – wenn überhaupt – nur in größeren, schwereren und teureren herkömmlichen Spiegelreflexkameras zu finden sind. Das elektronische Sucherbild kommt direkt vom Sensor und zeigt – wie auch das LC-Display – alles, was das Objektiv gerade vom Motiv erfasst. Mit seinem 100%-Bildfeld wird nichts an den Rändern abgeschnitten, wie es aus Kosten-, Größen- und
Gewichtsgründen bei der Mehrzahl aller optischen Spiegelreflex-Suchern der Fall ist. Wie gut man das Bild und auch die eingeblendeten Anzeigen erkennt, hängt von der Suchervergrößerung ab. Hier glänzt die LUMIX G3 mit einem effektiven Vergrößerungsfaktor von 0,7x, wie man ihn sonst fast nur bei Profi-Spiegelreflexkameras findet, da bei den meisten SLRs Werte um die 0,5x üblich sind.
Die überdurchschnittlich hohe Sucherauflösung von 1,44 Megapixel wird durch die schnelle Abfolge von R, G, B-Bildern erreicht. Der Bildchip im Sucher hat eine Auflösung von 480.000 Bildpunkten. Sie zeigen in schneller Folge von 60 Bildern pro Sekunde wechselweise je ein rotes, grünes und blaues Bild mit 800 x 600 Pixel. Das Auge erkennt wegen seiner Trägheit anstelle der einfarbigen Teilbilder ein aus den drei Farben zusammengesetztes normalfarbiges Gesamtbild in der 3x so hohen Auflösung von 1,44 Megapixel.
Wer will, hat im LiveView-Sucher (oder auch auf dem LC-Display) nicht nur die volle Kontrolle über das Bild inklusive Weißabgleich, Farbeffekten und Belichtung, sondern auch die wichtigsten Aufnahmefunktionen immer im Blick. Das gilt auch für die Quick- Menü-Funktion, die schnelle Einstellungsänderungen erlaubt, ohne die Kamera vom Auge nehmen zu müssen.