Vom 16. bis 20. Juni 2010 auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Hannover.
Das zweite internationale LUMIX Festival für jungen Fotojournalismus in Hannover sollte erneut von der Kraft des Fotojournalismus in unserer bildorientierten Welt zeugen, der wesentlich zu unserer Wahrnehmung des menschlichen Lebens in all seinen Facetten beiträgt. Damit trägt er zur Aufklärung und Bewusstseinsbildung bei, rührt Menschen emotional an und lässt sie Anteil nehmen.
Nach der großartigen Premiere im Jahr 2008 organisierte die Studienrichtung Fotografie der Fachhochschule Hannover (FHH) gemeinsam mit dem Fotojournalisten-Verband FreeLens das 2. LUMIX Festival für jungen Fotojournalismus, das von 16. bis 20. Juni 2010 auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Hannover stattfand. „Wer denkt, der Fotojournalismus sei tot, der wird beim Lumix Festival eines besseren belehrt“,erklärte Professor Rolf Nobel, Leiter des Festivals und der Studienrichtung Fotografie kurz vor dem Start des Lumix Festivals. „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir an das erfolgreiche Festival von vor zwei Jahren anknüpfen können.“ Damals besuchten rund 12.000 Besucher das LUMIX Festival. Und Professor Rolf Nobel sollte Recht behalten. Mehr als 20.000 Besucher sind in diesem Jahr durch die Ausstellungen auf dem Expo-Gelände geströmt.
In den futuristischen Pavillons auf dem Expo-Gelände wurden 60 Ausstellungen mit insgesamt 1400 Bildern gezeigt, die von jungen Fotojournalisten aus der ganzen Welt stammten. Das Besondere daran: Die Altersgrenze der Fotografen betrug 35 Jahre. Das breite Themenspektrum der Reportagen war nicht nur für fotografiebegeisterte sehenswert. Die vielfältigen Geschichten aus aller Welt regten zum Nachdenken an und berichteten unmittelbar aus allen Bereichen des Lebens. Auf einer Fototechnik-Schau stellten sich große Firmen wie Panasonic im Atrium des Design Centers vor und präsentierten ihre neusten Produkte. An den fünf Festivaltagen fanden Vorträge von Fotografen der Weltspitze statt. Sie berichteten beim LUMIX Festival im Hörsall des Design Centers über ihre Arbeit. Dank moderner Kommunikationstechnik konnten die Besucher alle Vorträge zudem auf großen Panasonic Plasmabildschirmen sehen. Per Livestream wurden die Vorträge außerdem in die ganze Welt übertragen.
Den mit 10.000 Euro dotierten FreeLens Award bekamm die beste Reportage des LUMIX Festivals, die von einer Fachjury aus Fotografen und Bildredakteuren aus den 60 ausgestellten Arbeiten ausgewählt wurde. Am Vorabend des letzten Tages fand im Rahmen einer großen Abschlussparty eine feierliche Preisverleihung statt.
In diesem Jahr wurde neben dem FreeLens Award zum ersten Mal der von Panasonic gestiftete LUMIX Multimedia Award vergeben. Mit der Ausschreibung dieses Preises reagierte Panasonic auf eine neue Entwicklung in der Fotoszene und beweiste damit seine Fähigkeit immer direkt am Zeitgeschehen zu arbeiten. Neben den Fotografien nahmen bei Multimediaproduktionen auch Ton- und Filmsequenzen einen großen Raum ein. Das Preisgeld von 5.000 Euro vergab Panasonic an den jungen Fotografen mit der stärksten Multimedia-Produktion. Die besten Beiträge wurden während des Festivals auf Großbildschirmen des Hauptsponsors Panasonic gezeigt.
Das Fotografiestudium an der FHH ist sehr stark von journalistischem Charakter geprägt. Die angehenden Fotografen lernen verschiedene Arten des bildlichen Geschichtenerzählens. Die klassische Reportage steht in der Lehre von Professor Rolf Nobel im Vordergrund. Durch die Dozenten werden die Studenten ermutigt, sich je nach Aufgabenstellung mit verschiedenen Kamerasystemen zu beschäftigen. So ist zum Beispiel die LUMIX G1 durch ihre Größe optimal dafür geeignet, unerkannt und leise zu fotografieren.